Netzbetreiber

Die nachfolgenden Umlagen werden bundeseinheitlich zusätzlich zu den Netzentgelten durch den jeweiligen örtlichen Netzbetreiber erhoben. Aktuelle Informationen und historische Werte sind auf der Internetseite der Übertragungsnetzbetreiber www.netztransparenz.de veröffentlicht.

  • KWKG-Umlage

    Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK-) Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht, wodurch Brennstoff eingespart und Kohlendioxid-Emissionen gemindert werden können. Betreiber von KWK-Anlagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Aufschlag. Diese Kosten werden gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz in der am 01.01.2017 geltenden Fassung auf die Verbraucher umgelegt (Stand 25.10.2021).

     

    KWKG-Umlage für 20220,378 ct/kWh

     

     

    Historische Werte der KWKG-Umlage

     

    JahrKWKG-Umlage
    20210,254 ct/kWh
    20200,226 ct/kWh
    20190,280 ct/kWh

     

     


  • Gemäß dem Entwurf eines dritten Gesetzes zur Neuregelung energiewirtschaftsrechtlicher Vorschriften wird in § 17 f Abs. 5 EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) festgelegt, dass die Kosten für an die Betreiber von Offshore-Windparks wegen verspäteten Netzanschluss geleistete Entschädigungszahlungen (90 Prozent der fiktiven Einspeisevergütung), soweit diese dem Belastungsausgleich unterliegen und nicht erstattet worden sind, als Aufschlag auf die Netzentgelte gegenüber den Letztverbrauchern geltend gemacht werden (Stand 25.10.2021).

     

    Offshore-Netzumlage für 20220,419 ct/kWh

     

    Historische Werte der Offshore-Netzumlage (bis 2018 Offshore-Haftungsumlage)

     

    JahrOffshore-Netzumlagefür selbstverbrauchte Mengen > 1.000.000 kWh im Kalenderjahr
    20210,395 ct/kWh-
    20200,416 ct/kWh-
    20190,416 ct/kWh - 
    20180,037 ct/kWh0,049 ct/kWh
    2017-0,028 ct/kWh0,038 ct/kWh
    2016 0,040 ct/kWh0,027 ct/kWh
    2015-0,051 ct/kWh0,050 ct/kWh
    20140,250 ct/kWh0,050 ct/kWh
    20130,250 ct/kWh0,050 ct/kWh

     

     


  • Die Umlage nach § 18 der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 28. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2998), die durch Artikel 316 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist (AbLaV), wurde ab dem 01.01.2014 von Letztverbrauchern erhoben. Die Verordnung in der damaligen Fassung sah gemäß § 19 S. 2 AbLaV vor, dass die Verordnung zum . 31.12.2015 außer Kraft tritt. Durch Art. 1 der Verordnung zur Änderung der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 23. Dezember 2015, (BGBl. I S. 2356) wurde das Außerkrafttreten zunächst auf den 31. Juli 2016 verschoben und dann durch Art. 1 der Zweiten Verordnung zur Änderung der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 23. Juni 2016 (BGBl. I. S. 1359) endgültig auf den 01. Oktober 2016 verschoben.

     

    Mit der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 16. August 2016 (BGBl. I. S. 1984) wurde die Grundlage für eine Umlage nach § 18 neu erlassen. Die zunächst in § 20 Abs. 2 AbLaV enthaltene Bedingung für das Inkrafttreten der novellierten Verordnung wurde durch Art. 1 der Ersten Verordnung zur Änderung der Verordnung zu abschaltbaren Lasten vom 14. Oktober 2016 (BGBl. I. S. 2241) aufgehoben, so dass die novellierte Verordnung zum 01. Oktober 2016 in Kraft getreten ist.

     

    Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaV für 2021

    0,003 ct/kWh

    Stand 25.10.2021

    Historische Werte der Umlage für abschaltbare Lasten

     

    Jahr§18 AbLaV-Umlage
    20210,009 ct/kWh
    20200,007 ct/kWh
    20190,005 ct/kWh
    20180,011 ct/kWh
    20170,006 ct/kWh
    20160,000 ct/kWh
    20150,006 ct/kWh
    20140,009 ct/kWh

     

     


  • Nach der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) vom 25. Juli 2005, die zuletzt durch Artikel 1b der Verordnung vom 14. September 2016 (BGBl. I S. 2147) geändert worden ist, können Letztverbraucher ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 bzw. Satz 2 StromNEV beantragen. Die Betreiber von Übertragungsnetzen sind verpflichtet, entgangene Erlöse, die aus individuellen Netzentgelten resultieren, nachgelagerten Betreibern von Elektrizitätsverteilernetzen zu erstatten. Die Übertragungsnetzbetreiber haben diese Zahlungen sowie eigene entgangene Erlöse untereinander auszugleichen. Die entgangenen Erlöse werden als Aufschlag auf die Netzentgelte (§ 19 StromNEV-Umlage) anteilig auf alle Letztverbraucher (LV) umgelegt.

    § 19 StromNEV-Umlage für 20220,437 ct/kWh
    für selbstverbrauchte Mengen > 1.000.000 kWh im Kalenderjahr0,050 ct/kWh1

    Stand 25.10.2021

    1Für Letztverbraucher des Produzierenden Gewerbes, deren Stromkosten für selbstverbrauchten Strom im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr 4 % des Umsatzes im Sinne von § 277 des Handelsgesetzbuches übersteigen, beträgt die § 19 StromNEV-Umlage für Mengen über 1.000.000 kWh 0,025 ct/kWh. Entsprechendes gilt für Schienenbahnen nach § 5 Nummer 28 des EEG, wobei für die Definition der Abnahmestelle § 65 Absatz 7 Nummer 1 des EEG anzuwenden ist (§ 26 Absatz 3 KWKG in der am 31.12.2016 geltenden Fassung).

     

    Historische Werte der § 19 StromNEV-Umlage

     

    Jahr§ 19 StromNEV-Umlagefür selbstverbrauchte Mengen > 1.000.000 kWh im Kalenderjahr
    20210,432 ct/kWh0,050 ct/kWh
    20200,358 ct/kWh 0,050 ct/kWh
    20190,305 ct/kWh 0,050 ct/kWh